Kommen wir nun zur eigentlichen Frage: Wie gut funktioniert die Laserreinigung in der industriellen Praxis? Im Folgenden werden die wichtigsten Anwendungsfälle und ihre tatsächliche Leistung basierend auf Erfahrungen aus der Fertigung dargestellt.
1. Rostentfernung
Die Laserentrostung ist die Spezialität dieser Technologie. Selbst ein handgeführter Laser mittlerer Leistung (100–200 W) kann oberflächlichen Rost schnell entfernen und eine helle, saubere Metalloberfläche hinterlassen. Auch bei tieferliegendem Rost funktioniert das Verfahren – allerdings sind unter Umständen mehrere Durchgänge erforderlich.
Tatsächliches Ergebnis:
Oberflächenrost: ausgezeichnet
Mittlerer Rost: sehr gut
Tiefenkorrosion: effektiv, aber langsamer
2. Entfernung von Farbe und Beschichtung
Die Laserreinigung eignet sich gut für dünne Beschichtungen, Pulverbeschichtungen und Oxidationsschichten. Sehr dicke Lackschichten – insbesondere mehrschichtige Industriebeschichtungen – benötigen jedoch unter Umständen mehr Zeit zum Entfernen.
Die Laserreinigung ist ideal, wenn Präzision wichtiger ist als reine Geschwindigkeit.
3. Entfernung von Öl, Fett und Industrierückständen
Fabriken bevorzugen die Laserreinigung für die Instandhaltung von Formen, die Reinigung von Triebwerksteilen, Luft- und Raumfahrtkomponenten sowie Turbinenteilen, da sie keine Rückstände hinterlässt und keinen Oberflächenabrieb verursacht.
Dadurch eignet es sich für hochwertige Geräte, bei denen eine chemische Reinigung schädlich wäre.
4. Präzisionsreinigung für empfindliche Oberflächen
Bei Anwendungen wie der Restaurierung von Kulturgütern, Präzisionsbauteilen für die Luft- und Raumfahrt sowie Mikromaschinen bietet die Laserreinigung eine unübertroffene Kontrolle.
Da dabei kein Material abgetragen wird, können Ingenieure Oberflächen reinigen, ohne die Abmessungen zu verändern.